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   Lokale Agenda 21 in Nottuln

Projekt Klimaschtuzpreis (Karikatur: Heinrich Schwarze Blanke

Projekt 9 Projekt 7:
Oktober 2005: Gemeinde nimmt Vorschläge für den Klimaschutzpreis entgegen
Oktober 2005:
Wer möchte den Klimaschutzpreis gewinnen?
April 2006: Klimaschutzpreis 2005
Februar 2007: Klimaschutzpreis 2006
April 2008: Klimaschutzpreis 2007
März 2009: Klimaschutzpreis 2008
Mai 2010:
Klimaschutzpreis 2010
August 2010:
Klima-Camp
Nottulner Klimaschutzpreis      
      Westfälische Nachrichten, 6. April 2006

Gemeinde würdigt vier vorbildliche Initiativen
Feierstunde in der Alten Amtmannei / Preisgeld von insgesamt 2500 Euro
Von Dieter Klein


Verleihung des Klimaschutzpreises 2005 in der Alten Amtmannei:
Preisträger, Bürgermeister und Laudatoren in gut gelaunter Gesellschaft. Fotos: Dieter Klein

 

Nottuln. Selten genug, dass im Rahmen einer Sitzung des Nottulner Rates einmal Geld direkt "ausgeschüttet" wird. Am Dienstagabend in der Alten Amtmannei konnte Bürgermeister Peter Amadeus Schneider dies gleich mehrfach tun. Denn unterstützt und gesponsert von der RWE Westfalen-Weser-Ems, vertreten durch Michael Schmidt von der Vertriebsregion Münster wurden die Klimaschutzpreise 2005 an ihre Preisträger ausgegeben. Insgesamt 2500 Euro.
Schon der Auftritt des Chores Haste Töne unter der Leitung von Henrike Mahlmann mit dem indianischen Canon "Nach dieser Erde" und dem israelischen Friedenslied "Shalom aleichem" unterstrich die festliche Übergabezeremonie mit Schecks (über je 625 Euro), Urkunden und prächtigen Blumenarrangements an die Preisträger.

Bürgermeister Schneider legte in seiner Begrüßung noch einmal die Grundidee des Klimaschutzpreises offen, der für Leistungen, die im besonderen Maße zur Erhaltung natürlicher oder zur Verbesserung ungünstiger Umweltbedingungen in der Gemeinde beitragen, vergeben wird. Zum Beispiel: Verminderung von Lärm, Luftverunreinigung, Abwasserbelastung und Vermeidung von Gefahren für den natürlichen Lebensraum; Erreichen spürbarer Umweltverbesserungen durch die Schaffung umweltorientierter Wohn- und Arbeitsbereiche, Erhaltung oder Neuanlage von Grün- und Erholungszonen.

Die Umsetzung bewertete eine Jury mit Heinz Böer (Agenda-Rat), Petra Bunzel (Energieteam der Gemeinde Nottuln), Silke Diekhans (Agenda-Forum Bauen), Matthias Pröse (Agenda-Forum Schule) und Carola König (Agenda-Beauftragte).
In den vier ausgeschriebenen Kategorien Privatpersonen, Firmen, Institutionen/Vereine, Kindergärten/Schulen gewannen: Christiane und Erhard Gottschalk (Darup), die Friedensinitiative Nottuln, die Firma DS Dichtungstechnik Steinhoff und die Kindertagesstätte "Baumberger Strolche e.V.".
Für die Laudatio auf die Preisträger Privatpersonen hatte der Rat Rolf Schulz (UBG), für die Preisträger Institutionen/Vereine Helmut Walter (FDP), für die Gruppe Firmen CDU-Mann Heinz Rütering und für die Kategorie Kindergärten/Schulen Wolf Haase (SPD) bestellt.

Da wollte Sigrid Bürger von Bündnis 90/Die Grünen auch nicht zurückstehen: "Immerhin stammt die Idee von uns! Ich gratuliere Ihnen."

Mit dem Auftritt des Chores "Haste Töne" bekam die Preisverleihung einen festlichen Rahmen
WN, 07. April 2006, Leserbrief
Nein, es waren nicht die GRÜNEN, die die Idee mit dem Klimaschutzpreis hatten. Die kam von der Lokalen Agenda 21 in Zusammenarbeit mit der RWE. Hier irrt die Presse.
Mein "Zwischenruf" im Wortlaut:

Es gibt viele politische Entwicklungen in der heutigen Zeit, die ich nicht besonders gut heißen kann.
Aber manche Entwicklungen sind einfach schön.
So haben die Grünen im Jahr 1995 beantragt, den Prozess der Lokalen Agenda 21 in Nottuln auf den Weg zu bringen.
Wir haben damals sehr viel geredet und argumentiert. Dennoch wurde unser Antrag von allen anderen Parteien abgelehnt.
Heute nun reden alle anderen Parteien - und wir freuen uns einfach!!

Sigrid Bürger
(Fraktionssprecherin Bündnis 90/DIE GRÜNEN)

Innovation und Engagement
Die Preisträger

Christiane und Erhard Gottschalk bekamen den Klimaschutzpreis, weil sie ihr Haus (Baujahr 1928) in Darup "unter Berücksichtigung der histori- schen Bausubstanz" umweltge- recht modernisiert haben. Dazu gehörten eine Photovoltaik-Anlage auf einem Nebengebäude, der Austausch alter Kunststofffenster durch skandinavische Öko-Holzfen-
ster und der Einbau einer So-
lar-Holzpellets-Zentralheizung.

Über den Preisträger Friedens-initiative (FI) berichtete der Laudator: "Die FI hat sich seit Anfang der 90er Jahre für den Einstieg in den Ausstieg aus der Atom-
energie engagiert. Sie hat sich der Windenergienutzung als flächendeckende, alternative Energie-Quelle verschrieben und mit der Solar-Initiative Nottuln 2004 eine Einkaufs-
gemeinschaft für Solaranlagen über die Grenzen Nottulns hinaus geschaffen."

Den Preis für die Firma Albert Steinhoff begründete Heinz Rütering mit "der imposanten Visitenkarte für Nottuln durch den neuen Firmensitz am Orts-
eingang und einer von den Firmen-Geschäftsführern und Betriebsleitern Albert Steinhoff, Klaus Wellenbrock und Bernd Steinhoff ent-
wickelten Abgasreinigung für Vulkanisierungsanlagen." Eine technische Innovations-
Investition von rund 200.000€. Bei diesem Verfahren wird Öl aus der Abluft herausge-
waschen und abgeschieden. Das verbleibende Öl-Wasser-
Gemisch wird bei etwa 1000 Grad verbrannt. Die Wärme in den Prozess zurückgeführt.

Den vierten und letzten Preisträgern - den Baumberger Strolchen mit "Projekt-Mutter" Hiltrud Erning und Frank Lohscheller und den "Strolchen" Lyfia, Cora, Luzi, Minette und Maja - gefiel die sichtlich kurze Rede von Laudator Wolf Haase: "Die Mitarbeiter und Erzieher der Kindertagesstätte haben erkannt und begonnen, Energie zu sparen. Hervorra-
gend auch das Engagement, den Kindern durch verschie-
dene Projekte das Thema Klimaschutz zu vermitteln und sie zum verantwortungsvollen Umgang mit Energie und Energie-Sparen zu motivieren. Schließlich sind die Kinder unsere Zukunft".

 
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