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   Lokale Agenda 21 in Nottuln

Projekt 5 Projekt 5:
Juni 2004: Energieverbrauch auf dem Prüfstand
Februar 2005: Energiebilanz auf dem Prüfstand
Mai 2005:
EEA-Bericht (Rat)
Juli 2005:
Projekt-Stand
Juli 2005:
In Sachen Energie gut aufgestellt
November 2005:
Die Preisverleihung
November 2010:
Gold in Sicht?
Kommunales Energiemanagement (European Energy Award - EEA)     
    Westfälische Nachrichten, 23. Juli 2005
(v.l.) Klaus Fallberg, Peter Nathan, Carl Zeine, Christof Kattenbeck, Bernd Pieper, Petra Bunzel
Zum Thema

Der European Energy Award ist ein von der nordrhein-westfälischen Landesregierung gefördertes Qualitätsmanagement-System und Zertifizierungsverfahren für den kommunalen Energiesektor. Ausgehend von einer Ist-Analyse, geht es darum, durch konkrete Maßnahmen bei der Energieeinsparung, der rationellen Energieverwendung und der Nutzung regenerativer Energieträger Potenziale zur Steigerung der Energieeffizienz auszumachen und die Energiebilanz einer Gemeinde zu verbessern.

Die Nottulner Projektgruppe hat die Ist-Analyse abgeschlossen. Nach dem vorgegebenen Punktesystem kommt man auf 61 Prozent der erreichbaren 408 Punkte (248). Wenn der externe Berater (Auditor) dem zugestimmt hat, kann die Zertifizierung beantragt werden. Diese wird im Auftrag des NRW-Verkehrsministeriums von der EEA-Geschäftsstelle vergeben, die Gemeinde wird mit dem European Energy Award ausgezeichnet. Mit Hilfe eines von der Projektgruppe vorgeschlagenen Themenkatalogs für die weitere Verbesserung der Situation soll in den nächsten Jahren die 75-Prozent-Grenze übersprungen werden. Dann winkt die Zertifizierung und Auszeichnung mit dem European Energy Award in Gold. Diesen vergibt das Europäische Forum.

Das Projekt ist mit rund 20 000 Euro von der Landesregierung gefördert worden, rund 10 000 Euro schießt die Gemeinde zu.
In Sachen Energie gut aufgestellt
Gemeinde auf dem besten Weg zum European Energy Award

-fv- Nottuln. Was die Leistungen in Sachen Energie und Klimaschutz angehen, ist die Gemeinde Nottuln schon heute gut aufgestellt. Und in den nächsten Jahren will sie di ese Position noch verbessern. Den silbernen European Energy Award hat die Gemeinde quasi schon "in der Tasche" und will darüber hinaus bereits auf das Ziel hinarbeiten, diesen Preis auch in Gold zu erhalten.

Unter der Leitung von Florentine Hensmann haben Vertreter der Verwaltung, der Lokalen Agenda und Carl Zeine vom Büro ages als Berater eine Analyse gemacht, um die energiepolitischen Aktivitäten der Gemeinde zu bewerten. Gestern wurden die Ergebnisse mit Peter Nathan vom TÜV Rheinland als externem Berater (Auditor) abgeglichen. Der gab Grünes Licht für eine Bewerbung, so dass die Preisverleihung möglicherweise noch in diesem Jahr stattfinden könnte, hofft Beigeordneter Klaus Fallberg.

Anhand eines vorgegebenen Kataloges wurden sechs Bereiche unter die Lupe genommen: Entwicklungsplanung und Raumordnung; Kommunale Gebäude und Anlagen; Versorgung und Entsorgung; Mobilität; Interne Organisation; Kommunikation und Kooperation. Dabei ist die Projektgruppe zu einem erfreulichen Ergebnis gekommen: Die zum Erhalt des Silbernen Award notwendigen 50 Prozent aller zu vergebenden Punkte (im Falle Nottulns 408) sind mit 248 Punkten und 61 Prozent deutlich erreicht und übertroffen.

Positiv hervorzuheben sind dabei besonders die Bereiche Interne Organisation - die Strukturen der Verwaltung seien hinsichtlich der Ressourcen, Zuständigkeiten und Abläufe rund um das Thema Energie weit gehend optimiert - und die der Mobilität - die Gemeinde werde in beispielhafter Weise den besonderen Erfordernissen als Flächenkommune mit vier Ortsteilen im direkten Umfeld von Münster gerecht. Hier geht es zum Beispiel um den öffentlichen  Personennahverkehr, Verkehrsberuhigungsmaßnahmen, aber auch die Möglichkeiten zur "Human Powered Mobility" (Wandern, Radfahren etc.). .

Wenn man den European Energy Award in Gold holen möchte, braucht man 75 Prozent der insgesamt möglichen Punkte. Verbesserungen sind deshalb vor allem auch bei den Feldern Entwicklungsplanung, Raumordnung und Kommunikation, Kooperation, notwendig. Bei der Entwicklungsplanung sei die Gemeinde bisher pragmatisch herangegangen, ohne eine Leitlinie formuliert zu haben. Diese sei aber zu erkennen, findet die Projektgruppe. Vielfach müssten nur Grundsätze für die jahrelang geübte Praxis formuliert worden. Hier seien leicht Punkte zu sammeln. Zulegen könne man auch beim Thema Kooperation. Das besondere energie- und umweltpolitische Profil der Gemeinde könne durchaus auch im Rahmen des Standortmanagements stärker hervorgehoben werden. Chancen zur Verbesserung bestehen in der Kooperation mit Dritten und der Unterstützung privater Aktivitäten.

Ganz konkret hat die Projektgruppe einen Katalog von Maßnahmen vorgeschlagen, den die Gemeinde in den nächsten Jahren abarbeiten kann, um den Goldenen Award zu bekommen. Vieles sei einfach umzusetzen oder laufe bereits, so wie die Errichtung einer Photovoltaikanlage im Freibad oder die Umgehungsstraße in Darup (als Aufwertung des öffentlichen Raumes).

Um weitere Punkte zu machen, hat der Rat beschlossen, dass die Projektgruppe in Zusammenarbeit mit der Lokalen Agenda, die den Anstoß zur Teilnahme am Award gegeben hätte und In der Gruppe vertreten ist, ein energiepolitisches Leitbild für Nottuln erarbeitet.

Außerdem sollen dem Rat Vorschläge zur Umsetzung folgender Themen gemacht werden: Beitritt zum Klimabündnis, Überprüfung und gegebenenfalls Fortschreibung des Energiekonzeptes von 1992 bzw. Beauftragung eines neuen Energiekonzeptes; Überprüfung und gegebenenfalls, Fortschreibung des Verkehrsgutachtens von 1993 bzw. Beauftragung eines neuen; die Verleihung eines Nottulner Umweltpreises.

Die Kosten vor allem für die Gutachten lägen je nachdem, ob man diese fortschreiben kann oder neu beauftragen muss, in einer Spanne zwischen rund 20000 Euro und 60000 Euro. Der Beitritt zum Klimabündnis kostet zwar nur 180 Euro im Jahr, ist aber mit Verpflichtungen verbunden, über die die Politik noch sprechen will. Ein Umweltpreis könnte bei 1ooo Euro angesetzt werden.

 
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