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   Lokale Agenda 21 in Nottuln

Projekt 4 Projekt 4:
Februar 2004:
Die Idee
Februar 2004:
Der Standort

April 2004:
Anlässe

November 2004:
1. Pflanzaktion
Dezember 2005:
2. Pflanzaktion
November 2006:
3. Pflanzaktion
November 2007:
4. Pflanzaktion
Dezember 2007:
Bürgerwald Schapdetten

April 2008:
Bürgerwald Schapdetten - die ersten Bäume

Dezember 2008:
5. Pflanzaktion

April 2009:
Bürgerwald Schapdetten - 7 auf einen Streich
April 2010:
Bürgerwald Schapdetten - Für die Zukunft des Dorfes
Familienwald Nottuln - Bürgerwald Schapdetten      

      Westfälische Nachrichten, 6. April 2008

Premiere mit elf Bäumen

Viele Zuschauer hatten sich zum ersten Pflanztermin im neuen Schapdettener Bürgerwald eingefunden. Fotos: Dieter Klein
Viele Zuschauer hatten sich zum ersten Pflanztermin im neuen Schapdettener Bürgerwald eingefunden.  Fotos: Dieter Klein

Schapdetten. „Der Wald steht schwarz und schweiget“, heißt es elegisch im „Abendlied“ von Matthias Claudius (1778). Soweit ist es in Schapdetten noch lange nicht. Doch der Anfang ist gemacht. Seit dem späten Freitagnachmittag recken sich die ersten elf Stämmchen trutzig in den kühlen Frühlingswind hinterm Sportplatz. Und in ein paar Wochen, wenn sie ihr erstes Grün zeigen, werden die Spaziergänger erkennen, dass es sich um fünf Eichen-, drei Ahorn- und drei Buchenbäume handelt – viel versprechende Ansätze für den neuen Bürgerwald des Dorfes, einen Wald der Zukunft.

Die Jagdhornbläsergruppe Nimrod begleitete musikalisch den Festakt am Sportplatz.
Die Jagdhornbläsergruppe Nimrod begleitete musikalisch den Festakt am Sportplatz.

Die Idee ist nicht neu, besitzt doch Nottuln selbst dank der „Lokalen Agenda 21“, damals geführt von Carola König, heute übernommen von Gabriele Mense-Viehoff, und beobachtet von Dipl.-Ing. Reiner Grabowski (Gemeindeverwaltung) schon ein Wäldchen mit insgesamt 34 Bäumen. Bäume, die aus Anlass eines besonderen Ereignisses von Bürgern gespendet wurden.

Gleich ob in Nottuln oder in Schapdetten: Jeder Baum-Pate muss etwa 70 bis 80 Euro für „seinen“ Baum und die nachfolgende Pflege anlegen. Dafür bekommt er neben einer Urkunde („die möglicherweise im Schrank vergammelt“, so Carola König schmunzelnd) ein kleines Baum-Symbol als Erinnerung geschenkt.

Maria Weckendorf informierte mit der rollenden Waldschule über die heimische Tierwelt.
Maria Weckendorf informierte mit der rollenden Waldschule über die heimische Tierwelt.

Die Idee für den neuen Bürgerwald Schapdetten geht auf einen Antrag des CDU-Ortsverbandes zurück. Diesem Antrag stimmte der Ausschuss für Gemeindeentwicklung im Mai 2007 zu.

Bei der Premieren-Pflanzaktion für den neuen Bürgerwald setzten der Heimatverein Schapdetten, vertreten durch Heinz Rütering und den kompletten Vorstand, sowie der Sportverein Fortuna, vertreten durch Uli Kontny und seine Fußballfreunde, selbst die beiden ersten Eichen. Die anderen Neuanpflanzungen sind (in Klammern der Anlass für die Baumspende): ein Ahorn von Claudia und Uli Kontny (Silberhochzeit), ein Ahorn von Christel und Holger Frank (15. Hochzeitstag), eine Buche von Wolfgang und Birgit Schaefer (Silberhochzeit), eine Buche von Erika und Franz-Josef Hanhues (18 Jahre Schapdetten), eine Buche von Martin Geuking (Geburt der Tochter Caroline), eine Eiche von Helmut Gawlik (10. Geburtstag von Tochter Julia), eine Eiche der „Donnerstagsgruppe“, vertreten durch Franz-Josef Schulze Detten (20-jähriges Jubiläum), ein Ahorn von Kirsten und Peter A. Schneider („aus Freude über den schönen Ort“) und eine Eiche von Heinz Rütering (Verleihung Bundesverdienstkreuz)

Die Zeremonie am Sportplatz wurde von der Jagdhornbläsergruppe Nimrod musikalisch eingeleitet und von Gisela Hanning, Anne Liedmeyer und Uwe Mende mit einer duftenden Kaffee- und Kuchentafel im Sportlerheim fortgesetzt. Für eine informative Abwechslung sorgte die von Maria Weckendorf betreute rollende Waldschule der Kreisjägerschaft.

Und während im Vereinsheim noch fröhlich gefeiert wurde, machte sich draußen Markus Upmann mit seinen Mitarbeitern daran, die dünnen Stämmchen mit Stricken und Pfählen sturmfest zu sichern.

VON DIETER KLEIN, NOTTULN

 
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