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Chronik     

      Westfälische Nachrichten, 4. Februar 2010

Behindertenvertretung im Amt

Nottuln - Nun ist es offiziell: Eberhard Wenzel ist der erste Behindertenbeauftragte in der Gemeinde Nottuln. Der Gemeinderat bestellte den Schapdettener am Dienstagabend einstimmig in diese ehrenamtlich ausgeübte Aufgabe. Ebenfalls einstimmig bestellte der Rat die Nottulnerin Heike von Elverfeldt zur stellvertretenden Behindertenbeauftragten.

Nach dem Ratsbeschluss verpflichtete Bürgermeister Peter Amadeus Schneider (l.) die neuen Behindertenbeauftragten Heike von Elverfeldt (Stellvertreterin) und Eberhard Wenzel in ihre neue Aufgabe.Foto:
Nach dem Ratsbeschluss verpflichtete Bürgermeister Peter Amadeus Schneider (l.) die neuen Behindertenbeauftragten Heike von Elverfeldt (Stellvertreterin) und Eberhard Wenzel in ihre neue Aufgabe. Foto: Ludger Warnke

Mitsprache- und Mitgestaltungsmöglichkeiten der neuen Behindertenbeauftragten sind in einer Satzung geregelt, die vom Rat ebenfalls einstimmig beschlossen wurde. Damit gibt es nun in der Gemeinde eine offizielle Vertretung der Interessen von Menschen mit Behinderungen und von älteren Menschen.

Sowohl Eberhard Wenzel als auch Heike von Elverfeldt dankten dem Rat für das große Vertrauen. Beide warben auch um Unterstützung, wenn es darum geht, bei Problemen pragmatische Lösungen zu finden. Heike von Elverfeldt, Leiterin des St.-Elisabeth-Stiftes, möchte insbesondere ihre Erfahrungen in der Altenhilfe in die neue Aufgabe einbringen. Der 69-jährige Eberhard Wenzel, der bereits durch seine sechsjährige Mitarbeit bei der KICS (Kreisarbeitsgemeinschaft der Interessenvertretung Coesfeld der Selbsthilfegruppe von Menschen mit Behinderungen, chronischen Erkrankungen und deren Angehörigen) Erfahrungen über die besonderen Schwierigkeiten und Bedürfnisse von Personen mit Handycaps gesammelt hat, wies darauf hin, das von den 394 Kommunen in NRW 60 einen hauptamtlichen und etwa 80 Kommunen einen ehrenamtlichen Behindertenbeauftragten eingesetzt hätten. So gesehen sei Nottuln sicherlich nicht zu spät dran.

Mit der Bestellung von Wenzel folgte der Gemeinderat dem Vorschlag des neuen Behindertenbeirates, der sich im vergangenen Jahr gegründet hatte (wir berichteten).

Sprecher aller Fraktionen machten am Dienstagabend noch einmal ihre Zustimmung zu der neuen Behindertenvertretung deutlich. Moritz Hegemann (Grüne): „Das ist eine sehr gute und notwendige Sache.“ Da werde noch eine Menge auf den Rat zukommen, sah Hegemann ein umfangreiches Aufgabenfeld. „Wir sind uns alle einig, dass dies sinnvoll ist“, sagte Hartmut Rulle (CDU). Er lobte den Satzungsentwurf, der eine professionelle Grundlage für eine gute Arbeit der Behindertenvertretung lege. Dem konnte sich auch Rolf Schulz (UBG) anschließen, der sich darüber freute, dass der Rat aufgrund der Berichtspflicht nun auf dem Laufendem bleibt. Zustimmung kam auch von der SPD (Wolf Haase: „Das ist eine gute Sache.“) und der FDP (Helmut Walter: „Erstaunlich, dass wir erst jetzt soweit sind.“) „Der Gemeinderat steht in seiner Gänze dahinter“, freute sich Bürgermeister Peter Amadeus Schneider über den Konsens.

VON Ludger Warnke, NOTTULN


Aufgaben und Sprechstunde

Der neue Behindertenbeauftragte Eberhard Wenzel und seine Stellvertreterin Heike von Elverfeldt starten sofort mit ihrer Arbeit. So findet an jedem ersten Donnerstag im Monat von 15 bis 18 Uhr eine Sprechstunde im Verwaltungsgebäude Domherrengasse 4 in Nottuln statt. Die nächste Sprechstunde ist also am 4. Februar. Erreichbar ist der Behindertenbeauftragte auch unter Telefon 0 25 02/9 42-3 47 (FAX 0 25 02/9 42-2 22) und per E-Mail: behindertenbeirat@nottuln.de.

Wenzel und von Elverfeldt wollen nicht nur Ansprechpartner für die Belange behinderter Menschen in der Gemeinde sein, sondern bieten unter anderem auch Informationen über die Gesetzeslage sowie Mithilfe beim Abbau von Barrieren jeglicher Art an.

„Nehmen Sie einen Besuch in der Sprechstunde wahr, um Wünsche zu äußern oder Anregungen zu geben“, ruft Eberhard Wenzel zur Teilnahme auf: „Helfen Sie mit, aus der Gemeinde Nottuln eine behindertenfreundliche Gemeinde zu machen.“

 
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